Die Welt wird komplexer und schnelllebiger – daher verzichten viele Entscheider auf eine klare Strategie – ein fataler Fehler.

In vielen Unternehmen gibt es eine Orientierungslosigkeit, weil die Top-Etage es nicht mehr für notwendig hält, sich um das Thema Mission-Vision-Werte zu kümmern. Dieser Dreiklang sind die groben Orientierungsleitplanken für alle Beteiligten in Unternehmen. Daraus leiten sich dann Ziele und Strategien ab. Die Strategien behandeln immer das „Wie“. Also wie wollen wir das Ziel, die Vision und die Mission erreichen und welche Werte leiten uns den Weg?

Die Welt ist geprägt vom VUCA-Begriff, der aus dem militärischen kommt: Der Begriff VUCA fasst die aktuelle Situation des Berufslebens treffend zusammen. VUCA steht für die englischen Begriffe volatility, uncertainty, complexity and ambiguity , also für ein volantiles, unsichers, komplexes und mehrdeutiges Arbeitsumfeld.

Durch dieses scheinbar nicht planbare Umfeld verzichten viele Unternehmer und Entscheider auf eine Strategie, dabei verwechseln Sie aber den Grundcharakter der Strategie mit einem konkreten Plan. Laut einer Untersuchung wählen vier von fünf CEOs in turbulenten Zeiten Strategien, die nicht auf schnelldrehende und komplexe Umfelder abzielen. [Brand Eins Thema Unternehmensberater Mai 2016, S. 38]. In der Praxis heißt dies, dass sehr viele Unternehmen nicht darauf vorbereitet sind, angemessen auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren. Des Weiteren vergeben sie die Chance, Märkte proaktiv zu ihrem Vorteil zu gestalten.

Strategien sind keine akkuraten Pläne, sondern Grundgerüste, wie man agieren und handeln will, um die Ziele zu erreichen. Die Grundannahmen müssen stimmen. Und wenn man mit VUCA Grundannahmen arbeitet, also dem Bewusstsein, dass nicht alles planbar ist, dann bleibt man flexibel und kann sich in verschiedene Szenarien auf die verändernde Umwelt proaktiv einstellen.

Strategie ist wichtig – die Kultur ist jedoch wichtiger. Und diese basiert auf Werten. Managementvordenker Peter Drucker präge den Satz „Culture eats Strategie for breakfast“. Dazu gab es ja bereits einen Blogartikel „Erfolg durch Unternehmenskultur“.