Haben Sie als Führungskraft denn schon mal über die richtige Sitzordnung nachgedacht? Gerade bei internen Meetings und Gesprächen wird nur selten darüber diskutiert, wer wo sitzt. Oftmals schnappt man sich einfach irgendeinen Stuhl. Dabei kann dieser Aspekt große Auswirkungen auf den Verlauf des Gesprächs oder auf Meetings haben:

Am runden Tisch

Es steht ein Brainstorming auf der Agenda, bei dem jeder Ihrer Mitarbeiter sich einbringen und Kreativität ungehindert sprudeln soll? Dann setzen Sie sich an einen runden Tisch. An diesem fühlen sich alle Beteiligten gleichgestellt und ein intensiver Austausch ist gut möglich.

Gegenüber
Bei Gesprächen mit konkurrierendem Hintergrund, zum Beispiel Preisverhandlungen, sollten Sie sich am besten gegenüber Ihres Verhandlungspartners setzen. In dieser Position fallen Gespräche automatisch „härter“, konfrontativer aus, denn der Tisch zwischen Ihnen stellt so etwas wie einen imaginären Schutzwall dar. Setzen Sie buchstäblich noch einen drauf und erhöhen Ihre Sitzposition, wenn Sie im Status höher wirken wollen.

Über Eck

Die Sitzverteilung über Eck lässt Ihnen viel Spielraum. Der Gesprächspartner ist zwar relativ nahe, aber dennoch nicht in Ihrem Territorium. Ein Blickkontakt ist leicht möglich und kann ebenso leicht vermieden werden. Eine Position, die dadurch ideal für wichtige Gespräche oder Bewerbungen ist, wenn es darauf ankommt, eine gute Atmosphäre zu schaffen.

Seite an Seite

Seite an Seite arbeiten Sie mit Ihren Kollegen härter und schneller an einer Lösung. Das Engagement ist hoch, da beide den gleichen Blick auf die Sache haben und ohne zu sehr auf die Gestik und Mimik des anderen achten zu müssen, agieren können. Je vertrauter man sich ist, desto effizienter ist oftmals diese Sitzordnung.

Am Kopf des Tisches

Der Klassiker. Es ist ein großes Meeting anberaumt und der Chef monologisiert am Kopfende des Tisches. Das muss nicht verkehrt sein, gerade wenn Sie die Kontrolle behalten wollen, ein taffer Zeitplan vorliegt oder Sie etwas Essentielles zu verkünden haben. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch sinkendes Engagement der Teilnehmer und die Tatsache, dass Sie sich bewusst und deutlich von Ihrer Mannschaft abgrenzen.


Mittendrin

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie sich an einer Tischseite in die Mitte setzen. Das stellt eine gute Beziehung zu den Gesprächsteilnehmern her und fördert intensive Zusammenarbeit. Wollen Sie einen Mitarbeiter besonders hervorheben, platzieren Sie ihn neben sich. Damit Sie trotzdem die Kontrolle im Meeting behalten, sollten Sie in Blickrichtung zur Tür sitzen.